Fahrradreifen

1. Fahrradreifen- und Felgenmaße: 

 Zu jeder Reifenbreite gibt es eine optimale Felgenbreite. Da jedoch meistens Hakenfelgen verwendet werden, kann auch auf eine Felge mit einer Maulweite von zum Beispiel 16,5 mm (Öffnungsbreite der Felge = Maul) ein Reifen mit 50 mm Breite montiert werden. Wichtig ist, dass der Reifen nie schmaler als das Felgenmaul (Felgenaußendurchmesser ) werden darf, weil sonst die Felgenflanke verletzt wird. Was genau übereinstimmen muss ist der Reifendurchmesser mit dem Felgendurchmesser. Die Reifengrößenbezeichnung setzt sich aus der aufgepumpten Reifenbreite (in mm oder inch, zoll = 2,54 mm) zusammen.



Der Reifendurchmesser ist der Innendurchmesser des Reifens, also die Schnittstelle zwischen Reifen und Felge (Felgenbett). Ein Reifen mit der Benennung 32 x 622 mm ist also 32 mm breit und hat einen Innendurchmesser von 622 mm. Die französische Bezeichnung bezieht sich auf den Außendurchmesser z.B. 700 x 32C ist ein Reifen mit 32 mm Breite und 700 mm äußerer Durchmesser. Und um die Verwirrung komplett zu machen noch ein altes Maß, wie es noch die Engländer und Amerikaner verwenden: 28 x 1 5/8 x 1 ¼  = 711 x 41 x 32 mm (mit dem Faktor 2,54 multipliziert).  Eigentlich sollte es diese Bezeichnung seit über 30 Jahren nicht mehr geben, gibt es aber leider immer noch. Deshalb den Faktor 2,54 merken.   Die üblichen Reifenbezeichnungen zeigt die nachfolgende Tabelle. Je weiter man in der Tabelle nach unten geht, desto dicker wird der Reifen, bei sonst gleichem Nenndurchmesser von 28 Zoll.  
28“ (Zoll) Straßen- und Treckingreifen
DIN 7800 Zoll (USA/GB) Französisch
18 – 622 =   = 700 x 18 C
20 – 622  =   = 700 x 20 C
23 – 622 =   = 700 x 23 C
25 – 622 = 28 x 1 5/8 x 1 1/16 = 700 x 25 C
28 – 622 = 28 x 1 1/8 x 1 ¾ = 700 x 28 C
32 – 622 = 28 x 1 5/8 x 1 ¼ = 700 x 32 C
35 – 622 = 28 x 1 3/8 x 1 5/8 = 700 x 35 C
37 – 622 = 28 x 1 3/8 x 1 5/8 = 700 x 37 C
40 – 622 = 28 x 1 1/2 x 1 5/8 = 700 x 40 C
44 – 622 = 28 x 1 5/8 x 1 ¾ = 700 x 44 C
47 – 622 = 28 x 1 ¾ = 700 x 47 C
32 – 630 = 27 x 1 ¼ = 

  Bei den Reifenbreiten schummeln die Hersteller oft, um bessere Katalogwerte zu erhalten. Es kann also schon mal vorkommen, dass ein Reifen mit der Angabe 32 mm nur 29 mm breit ist. Außerdem hängt es etwas von der Felgenmaulbreite ab, wie breit ein Reifen tatsächlich nach dem aufziehen ist. Die Reifenmaße sind am Reifen einvulkanisiert und meist in der Felge aufgeklebt oder eingestanzt.     2. MTB (Mountainbike) Reifen- und Felgenmaße:  Am Auffälligsten ist wohl der Unterschied zwischen Trecking-, Straßen- oder Rennrad zum MTB-Rad & Triathlon-Rad am Raddurchmesser. Der Raddurchmesser am MTB & Triathlon-Rad ist „nur“ 26 Zoll Nenndurchmesser hat.  Passprobleme von Reifen sind bei MTB´s selten, da Hakenfelgen verwendet werden. Der Reifen wird vom Felgenhorn (Haken) gehalten. Man kann also schmale Felgen mit extrem breiten Reifen montieren, was aber die Felge stark belastet.  

Die üblichen Reifenbenennungen sind:  

26“ MTB- bzw. Triathlon-Reifen
ETRTO Zoll (USA/GB)
20 – 571 (650 x 20 C)
20 – 559 26 x 1.0 – 1.25
30 – 559 26 x 1.25
44 – 559 26 x 1.5 – 1.75
50 – 559 26 x 1.90
54 – 559 26 x 1.95
57 – 559 26 x 2.125
60 – 559 26 x 2.35
37 – 590 26 x 1 3/8 (650A)

3. Reifenbreite:

Geländetaugliche MTB´s werden oft mit 2.125 Zoll (54 mm) breiten Reifen ausgerüstet. Für Fahrten mit dem MTB auf Asphaltstraßen ist eine Reifenbreite von 1.25“ bis 1.75“ ausreichend.


Generell gilt:      Je schmäler der Reifen, desto geringer das Reifengewicht und desto geringer der Fahrkomfort.  Der Rollwiderstand eines Fahrradreifens hängt in erster Linie vom Reifendruck und vom Reifenprofil ab. Weniger von der Reifenbreite, da die Auflagefläche bei gleichem Reifendruck ähnlich ist.  4.Reifen aufpumpen:  Der zulässige Reifendruck ist am Fahrradreifen eingraviert. Er ist meistens in PSI - PSI ist die Abkürzung für Pound-force per square inch und entspricht einer Kraft, mit der ein Pfund auf eine Fläche von 1x1 Zoll drückt. – angegeben. Die Umrechnung mit dem Umrechnungsfaktor: 1 bar = 0,0689 PSI ist sehr kompliziert. Deshalb habe ich eine Umrechnungstabelle am Ende eingestellt.  Den richtigen Luftdruck zu finden kann man nur durch ausprobieren. Der Reifen sollte kaum verformt sein.


Prinzipiell gilt:

·        Je höher Luftdruck gewählt wird, umso geringer ist der Rollwiderstand, Verschleiß, und Pannenanfälligkeit.
·        Je geringer der Luftdruck gewählt wird, umso höher ist Komfort und die Haftung des Reifens.
·        Ein dicker Reifen rollt bei gleichem Druck leichter als ein dünner Reifen. Deshalb werden dünne Reifen auch viel stärker aufgepumpt.
·        Wer komfortabel fahren möchte nimmt einen breiteren Reifen, mit entsprechendem Profil. Der Rollwiderstand wächst bei einem breiten Reifen und geringerem Druck nicht so schnell anwächst. Andererseits sind breite Reifen auch nur für geringere Drücke (z.B. bis zu 4,5 bar) zugelassen, während dünne Reifen oftmals höhere Drücke haben dürfen (z.B.Rennrad 8 bar).  Empfohlene Reifendrücke bei einem Körpergewicht von 75 kg sind: 


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